Wein Cuvée – was steckt dahinter?

Geschrieben von in Allgemein, Biowein, Weinwissen Schlagwörter: , , , on 28. November 20180 Komentare

Cuvées etablieren sich

Der Begriff Cuvée ist in Europa, aus weinrechtlicher Sicht, nicht einheitlich definiert. Im deutschsprachigen Raum verwenden wir ihn, um auszudrücken, dass ein Wein aus verschiedenen Jahrgängen, Rebsorten oder Lagen verschnitten ist. In Deutschland existieren für die Herstellung eines Cuvée`s Regeln. z.B. ist es verboten einen Verschnitt aus Tafel- und Qualitätswein herzustellen, darüber hinaus dürfen auch keine Qualitätsweine verschiedener Anbaugebiete vermischt werden. Auf der Prädikatsstufe (z.B. Auslese) dürfen nur Weine von gleicher Prädikatsstufe miteinander verschnitten werden. Dies macht bereits eines deutlich: Cuvée-Herstellung hat mit Panschen nichts zu tun, im Gegenteil! Die relativ wenigen deutschen Cuvées auf dem Markt sind fast ausschließlich Weine von sehr hochwertiger Qualität. Interessant ist, dass sich in Deutschland rote Cuvées seit einiger Zeit sehr gut etablieren.

Weine unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht

In südlichen Weinländern ist Verschnittwein häufiger zu finden als in unseren Breitengraden. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass Reben in kühleren Weinregionen finessenreichere Weine hervorbringen, gleichzeitig ist die Aromenvielfalt größer als in wärmeren Anbaugebieten. Daher werden die meisten Weine sortenrein vinifiziert angeboten. Winzer entscheiden sich für den Ausbau zum Cuvée vorrangig, um die optimale Balance für ihren Wein zu finden, am wichtigsten ist ihnen ein möglichst vielschichtiges Ergebnis zu erzielen, sowie die Qualität ihrer Weine auf gleichbleibendem Niveau zu stabilisieren.

Cuvée – mehr als nur Verschnitt

Ein Verschnittwein versteht sich als Komposition aus verschiedenen Weinpartien. Sich als Kunde für einen Cuvée zu entscheiden bedeutet, Vertrauen in den Kellermeister zu besitzen. Mit ihm steht und fällt die Qualität eines Cuvées. Ein perfekt komponierter Cuvée schmeckt besser als jede einzelne Partie für sich. Weine unterscheiden sich in vielerlei Hinblick und können sich auf wunderbare Art und Weise ergänzen.  Ein sehr körperreicher, farbintensiver Rotwein eignet sich bestens als Partner für einen leichten, fruchtigen Wein, darüber hinaus ergänzen sich Eigenschaften wie Tanningehalt, Säure sowie Fruchtausprägung  dabei zu einem harmonischen Geschmackserlebnis. Einige langlebige Weine eignen sich auch hervorragend zum Ausbau im Barriquefass.

-> Hauptartikel Barrique

 Rotling, eine Weinrarität

Eine Besonderheit stellt der Rotling dar. Er ist ein deutscher Wein, der mit seiner einzigartigen Erdbeerfarbe sofort ins Auge fällt. Er lässt sich auf den ersten Blick gerne mit einem Roséwein verwechseln. Ein Rosé wird aus roten Trauben gekeltert und schnell abgepresst, der Rotling hingegen wird gemeinsam aus roten und weißen Weintrauben gekeltert. Er vereint in sich die Vorzüge aus Rotem und Weißem, es entsteht ein Wein von erfrischender Leichtigkeit und intensiven Aromen.

 

Das Weingut Machmer bietet einen Rotling unter dem Namen Machmer Duett an. Es ist ein Duett aus Trauben der Dornfelder- und der Morio-Rebe. Dieser erfrischende Wein vereint sowohl die Waldfrüchte des Roten als auch das typische Aroma von Muskat der weißen Traube in seinem Bukett. Er ist ein Wein für Liebhaber des leichten Genusses.

Cuvée-Vielfalt am Weingut Machmer

Am Weingut Machmer kümmert sich Winzermeister Markus Machmer höchstpersönlich um die Qualität in seinem Weinkeller. Als Kellermeister erweist sich sein feines sensorisches Gespür für Aromen und sein Fingerspitzengefühl als Geschenk an seine Kunden. Mit Leidenschaft kreiert er in seinem Hause mehr als zehn hochkarätige Cuvées. Findet für jede einzelne Partie den bestgeeigneten Partner und fügt sie, im optimalen Verhältnis, zu einem harmonischen Ganzen zusammen.  Interessant ist, dass die Zusammensetzung eines Cuvée zu den bestgehüteten Geheimnissen eines Weingutes zählt.

Weingut Machmer Cuvée – Auswahl

-> …und das sagt Wikipedia